Datensicherung und Management für - Faule?

"Cloud-Systeme sind was tolles! Damit kann ich von PC, Laptop, Tablet und von meinem Smartphone aus auf meine Daten zugreifen.", sagte er und versuchte mehrere hundert Gigabyte Bild- und Videomaterial mit seiner 16k-Leitung irgendwie ins Netz zu schaufeln... Ist dann wohl doch keine so gute Lösung.

Ein NAS-System? Heimnetzwerk mit Server? Ich weiß ja nicht wie es Dir geht, aber mir ist sowas erstmal zu kompliziert und zweitens sind mir mehrere Hundert Euro zu viel - vor allem wenn ich die Fotografie nur als Hobby betreibe. Aber wie dann?

Ob eine Datensicherung Sinn ergibt, steht für mich außer Frage! Auch 2017 muss man damit rechnen, dass einem die Festplatte des Computer einmal abraucht, dass eingebrochen und PC bzw. Festplatte gestohlen werden oder dass diese z.B. durch einen Brand vernichtet werden. Jahrelang hatte ich eine ältere externe Festplatte in Besitz, auf die ich alle paar Wochen meine wichtigen Daten kopierte.

 

Nachdem ich mir ein Laptop zugelegt hatte, mit dem ich auch unterwegs an Projekten gearbeitet hatte, stieß ich auf ein weiteres Problem. Bilder, die man am Laptop bearbeitet hat, hätte man natürlich, am liebsten gleich im Lightroom-Katalog verpackt, auf seinem PC. Doch gefühlt nach jedem Abspeichern einer Datei die Festplatte zur Hand nehmen, raufkopieren, PC hochfahren und von der Festplatte auf den PC kopieren? Das wird schnell nervig...

 

Doch nach einer Zeit fand ich die Lösung, die das Problem Datensicherung und das Problem Datenmanagement gemeinsam löste. Als Zutat wird ganz altmodisch gebraucht: eine externe Festplatte! Meine Empfehlung dabei: Nimm eine "mobile Festplatte". Diese sind für den Transport ausgelegt und können dann ohne Schwierigkeiten auch unterwegs genutzt werden. Sie sollte außerdem möglichst flott arbeiten, daher nicht unbedingt ganz unten ins Regal greifen. Die Kapazität ist abhängig vom persönlichen Bedarf, in meinem Fall entschied ich mich für die 2TB-Version von Western Digital. (Preis: ca. 90€ (Stand Januar 2017))

 

Der entscheidende Trick bei der Nutzung ist, dass man die externe Festplatte nun als sein "Hauptlaufwerk" nutzt. Beim Arbeiten einfach die Festplatte an den PC oder den Laptop anschließen. Der Lightroom-Katalog z.B. wird nicht darauf gesichert, sondern einfach auf dem Laufwerk erstellt. So hab ich, egal auf welchem System und egal wo ich bin, den ein und den selben Katalog inklusive Bilder, Sammlungen und Einstellungen. Auch unterwegs oder auf Workshops bin ich somit immer zu 100% sicher, dass ich alle relevanten Daten immer dabei habe und erspare mir so ein häufiges "hin- und herkopieren". 

 

Auch beim Thema Datensicherung wird der Spieß einfach umgedreht. Selbstverständlich muss man auch bei einem externen Laufwerk mit einem Defekt rechnen, somit bleibt ein weiterer Ort für deine Daten nicht aus. Dafür nutze ich einfach die fest verbauten Laufwerke in meinem PC bzw. Laptop. Diese arbeiten sehr schnell, sodass die Sicherung auch keine Ewigkeit dauert und falls man doch mal unterwegs die externe Festplatte vergessen sollte, befinden sich auf dem internen Laufwerk immer noch die Daten auf dem Stand der letzten Sicherungskopie. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit konnte ich weder in der Bildbearbeitung (Lightroom CC & Photoshop CC) noch im Videoschnitt (FullHD) Einbußen gegenüber einer internen HDD-Festplatte feststellen.

 

In keinem Fall will ich andere Lösungen (Cloud & NAS-System) schlecht reden. In vielerlei Hinsicht haben diese große Vorteile. Jedoch sehe ich viele von euch in meiner Position und vielleicht suchst Du ebenfalls nach einer günstigen und einfachen Lösung. Ich hoffe ich konnte Dir damit weiterhelfen.

 

Wie erledigst Du deine Datensicherung oder dein Datenmanagement? Anmerkungen gerne in die Kommentare, ich freue mich auf Dich!

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Kommentare: 1
  • #1

    derzornigezorn (Freitag, 06 Januar 2017 10:58)

    Auch auf die Gefahr hin jetzt gesteinigt zu werden, muss ich zugeben, dass ich mittlerweile seit fast 6 Jahren OneDrive (früher SkyDrive) Nutzer und damit mehr als zufrieden bin. Im Rahmen des Office 356 Abonnements erhielt ich 10 TB Speicher und hatte so ausreichend Platz für alle meine wichtigen Daten/ Dokumente. Genau so wie bei dir, nutze ich meine lokale Festplatte zur Syncronisation meiner Daten. Dh. Dort kann ich jederzeit, auch offline auf sie zugreifen. Auf meinem Surface Syncronisiere ich nur Dokumente offline (Speicherplatzbedingt) hat den Vorteil, dass ich wie du sagtest auch in der Uni und praktisch von überall an meinen Dokumenten arbeiten kann. Mit einer entsprechenden 100k Leitung macht das Arbeiten so auch richtig Spaß. Bei einem Upload von rund 50k waren z.B meine Urlaubsfotos binnen einer Dreiviertel Stunde hochgeladen, und ich konnte sie über die Xbox zuhause bei meinen Eltern ohne Probleme zeigen, ohne zusätzliche Festplatte. Wie du sagst, es hat alles seine Vor- und Nachleile. Bei meiner Variante sind es zum einen sicherlich die Kosten 9,99€ p.Monat (inclusive Office 2016) und die Tatsache, dass die Cloud, bei einer kleinen Leitung echt zu einer Geduldsprobe werden kann. Von daher ist deine Variante auf jeden Fall eine perfekte Alternative.

    Danke für den Beitrag!! ��